Neue
Kommunikation für
eine neue Zeit

Workshop Kultur und Digitale Transformation

11. Februar

Museen, Ausstellungen, Messen, Besucher*innenzentren, sie alle sind Orte öffentlicher Kultur und Begegnung. Noch vor kurzer Zeit waren Warteschlangen und volle Räume hier ein Zeichen für einen großen Erfolg. Die Infektionsschutzmaßnahmen führten im Verlauf der Covid-19-Pandemie hingegen zu ganz ungewohnten Besuchsszenarien: von Vollschließungen über Teilöffnungen bis hin zu einer Annäherung an die Situation vor der Krise.

Der erweiterte Raum: Kultureinrichtungen an der Schnittstelle von Kuratierung und digitaler Kommunikation

Ein wesentlicher Grund für den Ausstellungsbesuch ist das gemeinsame Erlebnis. Besonders dieser Erfahrungsmodus ist durch die Krise stark betroffen. Im Kultur- und Kommunikationsbereich wurde über den gesamten Verlauf der Pandemie versucht, Angebote der Begegnungskommunikation aufrecht zu erhalten – oft durch eine Eins-zu-Eins-Übertragung von physischen Formaten ins Digitale oder Virtuelle. Jedoch mit unterschiedlichem Erfolg.

Begegnungskommunikation meint vor allem, Inhalte gemeinsam erlebbar zu machen. Doch wie kann dies unter den veränderten Bedingungen funktionieren? Die Krise biete die Chance, tradierte Paradigmen des Ausstellens und Formen der ästhetischen Erfahrung neu zu denken.

Kuratierung als Schnittmenge der digitalen Kommunikation

Durch Covid-19 trauen wir uns derzeit einiges mehr zu, wenn es um die Umsetzung vieler Ideen der digitalen Transformation geht. Die Digitalisierung ist längst Bestandteil unseres Alltags. Wenn wir nun also kulturelle Inhalte und Geschichten miteinander teilen und erlebbar machen wollen, dann erscheint es nur konsequent und fast schon notwendig, Kuratierung in ihrer Schnittmenge mit der digitalen Kommunikation zu betrachten.

Gefragt sind Maßnahmen, die Potenziale für einen nachhaltigen, über die Pandemie hinausweisenden Nutzen für Besucher*innen und Betreiber*innen von Begegnungskommunikation besitzen. Zum Teil müssen wir dafür ganz neue Lösungen konzipieren und ausprobieren, zum Teil müssen Prozesse im Bereich der digitalen Transformation weiterentwickelt und beschleunigt werden.

Mit dem Ziel eines ganzheitlichen Besuchererlebnisses („Unified User Experience“), bei dem kuratierte Inhalte und moderne Kommunikationswege von der Präsentation im Web über Interaktionsformate am Objekt bis hin zur einer virtuellen Begegnung zusammengebracht werden, wird die „hybride Ausstellung“ den Bedürfnissen der Besucher*innen besser gerecht.

Vom Storytelling bis zum Digital Museum Mindset

Schon längst kann ein durchdachtes Storytelling den Weg durch die Gänge der Ausstellungsräume ergänzen oder ihn komplementieren. Es leitet Besuchende anhand von Erzählsträngen durch die Ausstellung, teilweise ganz nach Bedarf der Rezipierenden. Auch das ist Begegnungskommunikation. Denn es ist nicht in erster Linie der Ort und der Zeitpunkt, der die Qualität der Begegnung ausmacht, sondern die Menschen und ihre Geschichten. 

In Workshops wollen wir uns aus unterschiedlichen Perspektiven der Idee einer „Unified User Experience“ annähern und untersuchen, welche Faktoren entscheidend für die Konzeption und Umsetzung sind.

Folgende Themenstellungen stehen im Fokus:

  • Konzepte zur Verschneidung räumlicher Präsenz mit virtueller Vermittlung und Interaktion insbesondere im Hinblick auf die Erlebnisqualität
  • Storytelling an der Schnittstelle von Kuratierung und digitaler Kommunikation
  • Personalisierte Besucher*innen-Erlebnisse
  • Digital Museum Mindset

Der Workshop richtet sich an kulturelle Institutionen, die aktiv an innovativen Lösungen für die digitale Transformation arbeiten wollen.

Programm

13:00 Uhr
Begrüßung

Dr. Joachim Quantz, ART+COM / Stefan Grill, 3pc GmbH Neue Kommunikation

Impulse und Eröffnungsdiskussion

13:10 Uhr

Unified User Experience
Armin Berger, 3pc GmbH Neue Kommunikation

Nähe trotz Distanz – wie die digitale Öffnung das Museums verändert
Helge Dieck, ART+COM / N. N. Museum für Naturkunde

Museen, Menschen, Medien - Die digitale Standortstrategie für die Museen der Stadt Köln

Martin Hegel, Stadt Köln, Museumsdienst

Diskussion

14:45 Uhr
Pause

15:00 Uhr
Workshops (parallele Tracks)

WS1: Von der Krise zur Innovation: Welche nachhaltigen Veränderungen bewirkt COVID-19 in der musealen Praxis?

Leitung: Yvonne Bialek und Helge Dieck, ART+COM Studios

WS2: Storytelling an der Schnittstelle von Kuratierung und digitaler Kommunikation

Leitung: Sarah Glassner, 3pc GmbH Neue Kommunikation

WS3: Grenzen des Digitalen? Virtualisierungen in Ausstellungen im Spannungsfeld zwischen Verlust und Mehrwert

Beispiel: Rekonstruktion von historischen Orten mittels Augmented Reality

Leitung: Ruudi Beier, beier + wellach projekte; Sebastian Winkler, Augmented and mixed reality expert

16:45 Uhr
Pause

17:00 Uhr
Diskussion & Auswertung Workshops

18:00 Uhr
Abschluss
 

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