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KI in Bildarchiven

Während sich die Digitalisierungsprozesse mittlerweile stark automatisieren lassen, ist die inhaltliche Erschließung von Medien weiterhin im hohen Maße ressourcenabhängig und damit kostenintensiv.
Bildinhalte müssen zurzeit noch von Menschen mit hoher Expertise erschlossen werden. Die dadurch generierten Metadaten sind u.a. die Grundlage für die Auffindbarkeit von Medien in Portalen oder Bildmarktplätzen.

Für kommerzielle Bildlizenz-Vermarkter wie die bpk-bildagentur, ist eine hohe Qualität an Metadaten umsatzrelevant. Findet der Kunde das gewünschte Bild nicht, wird kein Umsatz generiert. Darüber hinaus gehen ungenügend beschriftete Bilddaten in der Gesamtmasse an vorhandenen Medien unter. Ein Bild, das nicht gefunden wird, müsste man im Grunde nicht einmal digitalisieren.

Der Umstand, dass weniger als 10% der Medien eines kommerziellen Bestands den Hauptumsatz einer Bildagentur generieren, verschärft die Situation.

Um wirtschaftlich nicht nur von den Top-Sellern, den Bild-Hits, abhängig zu sein, ist eine Longtail-Strategie notwendig. Diese kann beispielsweise durch eine kundenzentrierte Aufbereitung der Metadaten positiv begleitet werden.

Auch aus diesem Grunde hat sich die bpk-Bildagentur entschlossen, ein KI-Projekt mit der Agentur 3pc zu realisieren. Auf Basis von ca. 60.000 Bilddaten und deren Metadaten aus dem eigenen Bestand werden diese drei Szenarien umgesetzt:

  1. Training der KI in Bezug auf Orte bzw. geografische Bezüge in Bilddaten

  2. Training der KI für die Ähnlichkeitssuche von Bilddaten

  3. Automatische Anreicherung der vorhandenen Metadaten durch weitere externe Metadaten/Thesauri

Neben einer messbaren Beschleunigung der Erfassungstätigkeit durch neue Assistenzsysteme sind weiterhin eine höhere Qualität der Metadaten selbst wichtige Projektziele.

Der Impulsvortrag wird den Alltag der Erschließung von Bildmedien kurz skizzieren, erste Ergebnisse aus dem gemeinsamen Projekt mit der Agentur 3pc vorstellen und auf Perspektiven für die Zukunft einstimmen. Dabei werden Herausforderungen, denk- sowie machbare Lösungen für alle jene Institutionen berücksichtig, die als Museum, Bibliothek oder Archiv eigene Bildbestände erschließen.

Stefan Geiser

Stefan Geiser, bpk Bildagentur Stiftung preußischer Kulturbesitz

Stefan Geiser

Stefan Geiser (Jahrgang 1966) ist in der bpk-Bildagentur u.a. für die Bereiche Informations- und Datenmanagement verantwortlich. In den letzten 20 Jahren hat er viele Online Projekte im Kulturbereich und eCommerce begleitet. Neben seiner Tätigkeit für den Preußischen Kulturbesitz arbeitet Herr Geiser als selbständiger Coach und Consultant.